Hören Sie gern Geschichten? Lieben Sie Gedichte? Hat Ihnen jemand vorgelesen, als Sie klein waren, und erinnern Sie sich gern daran? Oder hat niemand sich dafür Zeit genommen, und bedauern Sie das? Inzwischen sind Sie erwachsen. Aber Vorlesen und Erzählen sind nicht nur Kinderkram.
Ich lese Ihnen vor, was Sie gern hören möchten, oder trage Ihre Lieblingsgeschichte oder Ihr Lieblingsgedicht vor - oder etwas Ihnen ganz Unbekanntes zu einem bestimmten Thema, das Sie wählen. Rufen Sie an und tragen Sie mir Ihre Wünsche vor! Mehr Information (mit Hörprobe) . . .
In unserer von visuellen Medien geprägten Kultur hat sich die Kunst des Erzählens auf wenige Oasen zurückgezogen: manche Eltern und Großeltern überlassen das doch lieber nicht dem Fernsehen, und manche Lehrer und Lehrerinnen fassen ihren Unterrichtsstoff in Erzählungen, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu gewinnen.
Gute Geschichten sind notwendig, Geschichten, die in der persönlichen Begegnung der oder des Erzählenden mit den Hörenden Orientierung in der Welt und Einsicht in die eigene Existenz ermöglichen. Dabei können wir uns auf eine lange Tradition berufen, die auch hierzulande nicht ganz abgerissen ist. Viele alte Geschichten sind uns überliefert; und in der Literatur und im Film tauchen sie in immer neuen Gewandungen auf, weil sie immer wieder neu gebraucht werden.
Ab und zu widerfährt es uns, dass wir gerade zum richtigen Zeitpunkt der Geschichte begegnen, die uns auf unserem Lebensweg weiterhilft. Wenn die Geschichte in die tiefen Dimensionen der Seele hinabreicht, löst sie etwas aus, was wir dann als Aha-Erlebnis bezeichnen: Sie ist zum Wegweiser geworden.
Geschichten erzählen passt immer: zu Geburtstagsfesten, Hochzeiten, Taufen, zu Konfirmation und Firmung, zu Übergangsriten aller Art bis hin zu Begräbnissen, aber auch zum Jubiläum, zu allen Neuanfängen, zu Jahreskreisfesten von Weihnachten über Ostern bis zur Johannisnacht / Sonnenwende und wieder zum Advent . . . Zu welchem Anlass wünschen Sie sich eine Geschichte?
Hörprobe: Ausschnitt aus "Die Friedensfrau" von Walter Jens nach der "Lysistrate" des Aristophanes: