Gesangslehrerin

»Wenn einer aus seiner Seele singt,
heilt er zugleich seine innere Welt.
Wenn alle aus ihrer Seele singen
und eins sind in der Musik,
heilen sie zugleich auch die äußere Welt.«
(Yehudi Menuhin)

Sie singen gern, es klingt aber nicht so, wie Sie es sich vorstellen? Meinen Sie gar, Sie könnten nicht singen? Es verschlägt Ihnen die Stimme, wenn Sie vor anderen Menschen reden oder vielleicht sogar singen wollen? Erinnern Sie sich: Als Sie ein Kind waren, konnten Sie sicherlich singen ...
Kommen Sie und finden Sie Ihre Stimme (wieder)!
Kommen Sie zu einer »Schnupperstunde«, damit wir uns kennen lernen können und besprechen, was Sie lernen möchten und wie.

Als Gesangslehrerin interessieren mich an erster Stelle die Bedingungen, die verursachen, dass die Stimme nicht funktioniert, wie der Gesamtorganismus das eigentlich »vorsieht«. Was ist es, das einen selbstverständlichen und organischen Umgang mit dem Instrument Stimme verhindert. Wie ist es gekommen, dass die Tatsache, dass die Stimme wie der ganze Mensch eine Körper-Geist-Seele-Einheit ist, so aus dem Blick geraten ist, dass die Stimme nun ganz mechanisch behandelt wird und so natürlich nicht »funktionieren« kann. Die Antwort hat immer einen kollektiven und einen individuellen Teil. Arbeiten können wir dann an dem individuellen; aber den kollektiven wenigstens wahrzunehmen und eventuell zu benennen, kann ebenfalls hilfreich sein.

Was muss sich verändern, damit die Stimme von sich aus zu tönen beginnen kann und den/die Singende/n zu einem Gefühl von Weite, Freiheit und Freude führen – denn das ist ein Geburtsrecht von uns Menschen? Stimmstörungen weisen also immer auf Störungen im Gesamtorganismus hin und können nur von dort her behoben werden. Das heißt, dass ich mich als Gesangslehrerin eher als Wegweiserin verstehe oder als Geburtshelferin, die ihre Schüler/innen dabei unterstützt, selbst den Weg zu finden zum Klang und zum Selbstausdruck. Dabei spielen der Atem und die Körperhaltung eine große Rolle sowie der Umgang mit Sprache und, ganz wichtig: Die Imagination.
Kinder besitzen eine natürliche Kompetenz, sich über ihre Stimme angemessen auszudrücken. Angemessen heißt hier, dass das, was hörbar wird, authentisch widerspiegelt, was sie wollen, denken, fühlen und empfinden. Sie rechnen zunächst nicht mit Zensur, welcher Art auch immer.

Im Laufe der Sozialisation wird diese Unmittelbarkeit verschüttet. Zensur findet statt: »Mach nicht so einen Krach!« oder »Sei still! Du singst immer falsch.“ und so weiter. Dazu kommen weitere Ermahnungen: »Sitz gerade!« oder »Jetzt heul doch nicht! Es war doch gar nicht schlimm.« oder »Träum nicht! Tu lieber was Vernünftiges!« oder »Beiß die Zähne zusammen!« und so weiter. Einflüsse der Mode oder der peer group spielen eine Rolle. Am Ende steht die Feststellung: »Ich kann nicht singen.« Und je nach Berufswahl und sonstigen Lebensumständen kann auch das Sprechen zum Problem werden.
Diese Entwicklung ist nicht völlig vermeidbar – von wenigen Ausnahme-Biografien vielleicht abgesehen. Es gehört zur Grundbedingung unseres Daseins, dass wir aus dem Paradies vertrieben werden, d. h. das ursprüngliche Einssein mit uns selbst verlieren. Wir müssen, wie Heinrich von Kleist es ausdrückt, »die Reise um die Welt machen, und sehen, ob das Paradies vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.« (H. v. Kleist, Über das Marionettentheater).

Die Fähigkeit, uns durch Sprache und Gesang auszudrücken, die wir als Kinder unbewusst besaßen, können wir als Erwachsene zurückgewinnen, wenn wir uns bewusst darum bemühen. Nur das ist nötig; durch das Bewusstwerden kehrt die Stimme zurück: Wir können singen.
Auf diesem Weg will ich Sie begleiten, anregen, unterstützen, ermutigen, wie Sie es brauchen. Dabei beschäftigen wir uns mit den Voraussetzungen für eine voll funktionsfähige Stimme: Körperhaltung und Körperspannung, Atmung, Artikulation und vor allem Ihrem Verlangen nach Ausdruck. Sind diese Funktionen im Gleichgewicht, gewinnt Ihre Stimme ihre Freiheit zurück. Sie arbeitet autonom, und Sie haben die Freude, sie dabei zu beobachten. Dann wird es wirklich Ihre Stimme sein, die Sie hören.
Den äußeren Rahmen für diese Arbeit legen wir gemeinsam fest: wie oft Sie kommen, wie lang eine Unterrichtseinheit ist, welche Lerninhalte Ihnen über die oben genannten hinaus wichtig sind (z.B. Gehörbildung, Musiktheorie, Musikgeschichte, musikalische und Textinterpretation, Präsenz im Auftreten).
Bei Interesse schicken Sie mir ein E-Mail oder rufen Sie an und nennen Sie mir Ihre Wünsche!

Preise:
Wenn Sie wöchentlich Unterricht nehmen (1 Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten), so kostet das 100 Euro im Monat, 12mal im Jahr, wobei ich in den amtlichen Schulferien nicht unterrichte. (Individuelle Ausnahmeregelungen sind möglich).
Wenn Sie nur alle vierzehn Tage Unterricht nehmen möchten, kostet das 65 Euro im Monat.
Die Einzelstunde kostet 45 Euro.

(Ermäßigungen auf Anfrage.)